Wofür ist Taijiquan sinnvoll?
Taijiquan wurde im 17. Jahrhundert als Kampfkunst entwickelt. Allerdings basiert diese Kampfkunst auf Konzepten der traditionellen chinesischen Medizin. Die Übungen dienen daher sowohl martialischen wie auch gesundheitlichen Zwecken. Im Taijiquan ist zudem ein Aspekt enthalten, den man als innere Kultivierung bezeichnen kann. Diese ist vor allem im Aufmerksamkeitstraining begründet, welches üblicherweise in eine verbesserte Eigenwahrnehmung resultiert und durch diese Art der Selbsterkenntnis zu einer größeren Zufriedenheit führen kann. Diese drei Aspekte - also Kampfkunst, Gesundheit und innere Kultivierung - können dabei gleichberechtigt oder mit unterschiedlicher Gewichtung ausgeübt werden. Grundsätzlich sind diese Aspekte innerhalb des Taijiquan aber nie vollständig aufzutrennen und der kämpferische Aspekt sollte klar verstanden werden, da er die ursprüngliche Basis des gesamten Systems darstellt.
Taijiquan erhebt nach diesem Verständnis keinerlei Anspruch auf Ausschließlichkeit, denn die oben genannten Aspekte können natürlich auch mithilfe anderer Methoden verfolgt werden. Bei aller Hochachtung anderer sowohl althergebrachter als auch moderner Künste sollte aber nichtsdestotrotz eben auch das Taijiquan als in sich geschlossene und sich genügende Methode praktiziert werden. Es ist aber keine therapeutische Maßnahme oder gar Religion - hierfür sollte man sich bei Interesse an entsprechende, andere Stellen wenden!
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