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ANWENDUNGSTRAINING |
Die Kampfkunst Taijiquan
Trainiert in der Form jeder einzeln für sich, so bieten die Partnerübungen die Möglichkeit, die erarbeiteten Fertigkeiten in zunächst festgelegten Übungen mithilfe eines Partners zu festigen. Die Routinen beginnen einfach und werden später freier und formloser. Auf diese Weise wird die Fähigkeit geschult, auf äußeren Druck vollkommen natürlich und angemessen zu reagieren. Die Partnerroutinen werden mit Schritten sowie im festen Stand geübt. Insgesamt beinhalten diese Übungen etliche Schlag- (chin. 打), Wurf- (chin. 摔), Hebel- (chin. 擒拿) und Abwehrtechniken. Diese Anwendungstechniken werden traditionell in 13 übergeordnete Bewegungsschemata (chin. 十三勢) unterteilt, die auch beim Formtraining entscheidend für das Verständnis des Taijiquan sind.
Die Übung der “Schiebenden Hände” wurde ursprünglich auch “Schlagende Hände” (chin. 打手) genannt. Dieser Name zeigt deutlich den kämpferischen Sinn der Übung auf. Dabei basiert die Übertragung von Techniken auf den Partner mithilfe der Strategien: Kleben (chin. 粘), verbinden (chin. 连), kleben bleiben (chin. 黏) und folgen (chin. 随). Das Anwendungstraining beinhaltet neben Schrittarbeit sowie kooperativem und kompetitivem Tuishou auch Schlagkraft- und Distanzübungen. Auf diese Weise entsteht eine effektive und natürliche Selbstverteidigung, die freundschaftlich und in gemeinschaftlicher Atmosphäre trainiert wird. Formanwendungen, Routinen, Drills, Rangeln und Wettkampfpushhands ergänzen sich dabei sinnvoll. Das Anwendungstraining wird denjenigen empfohlen, die an der Kampfkunst interessiert sind und ihr Gongfu entwickeln wollen. |





Das Anwendungstraining des Chen-Stil Taijiquan enthält schiebende, schlagende und ringende Elemente, um so, je nach Interessenlage, auf Selbstverteidigung oder Wettkampf vorzubereiten. Im Chinesischen werden die Übungen meist unter dem Begriff Tuishou (chin. 推手), die schiebenden Hände, zusammengefasst. Im deutschen Sprachgebrauch hat sich der englische Name Pushhands eingebürgert.







