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WAS IST TAIJIQUAN? |
Überblick und Geschichte
Heutzutage ist das Taijiquan in verschiedene Stile gegliedert. Diese sind jeweils auf unterschiedliche Gründungsväter zurückzuführen. Der ursprüngliche Stil ist der Chen-Stil, der Mitte des 17. Jahrhunderts aus wiederum sehr viel älteren Wurzeln enstanden ist und innerhalb der Chen Familie weitergegeben wurde. Aus diesem sind die Stile der Familien Yang, Wu, Wú und Sun hervorgegangen. Innerhalb der Familie Chen wurde die Kampfkunsttradition seit Gründung des Ursprungsortes Chenjiagou stets sehr gewissenhaft bis zum heutigen Tage gepflegt, so dass die derzeitigen Hauptvertreter des Chen-Stil Taijiquan noch immer innerhalb derselben Abstammungslinie vorzufinden sind. Das Chen-Stil Taijiquan Netzwerk Deutschland (CTND) steht in der direkten Nachfolge dieser ältesten Taijiquan-Tradition Chinas. |









Taijiquan ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete chinesische Kampfkunst. Sie verbindet die drei Aspekte Selbstverteidigung, Gesundheitsübung und meditative Geistesschulung in einem System. Alle Übungen beinhalten sowohl kraftvolle, aber fließende Bewegungen als auch kämpferische Anwendungen. Wörtlich übersetzt bedeutet Tàijí (chin. 太极) „der Dachfirst“. Bildhaft gesprochen bezeichnet es im Chinesischen „das Allerhöchste“ und meint die Ausgeglichenheit der entgegengesetzten Zustände von Yin und Yang, die aus einem untrennbaren Ganzen, dem Wújí entstehen. Der Kampfkunstaspekt des Taijiquan wird in dem Zusatz Quán (chin. 拳) ausgedrückt. Dieses steht für die zusammengerollte Hand, die „Faust“. Zusammengenommen kann Taijiquan also als „Die allerhöchste Kunst der Faust“ übersetzt werden.






