Wie trainiert man Taijiquan als Kampfkunst?
Taijiquan ist ursprünglich eine chinesische Kampfkunst. Um Taijiquan als Kampfkunst zu trainieren, braucht es ein ausgewogenes und systematisches Training, das verschiedene Fähigkeiten miteinander verbindet. Dazu gehören unter anderem Schnelligkeit, Explosivität, Körperkraft, Koordination und Technik.
Eine zentrale Rolle spielen dabei die Soloübungen: Standübungen, Basisübungen und die Form. Sie entwickeln die Körperstruktur, verbessern die Koordination und schulen die Fähigkeit, Kraft effizient durch den ganzen Körper zu übertragen. Alle für das Taijiquan typischen Kräfte (jin) sind grundsätzlich bereits in diesen Übungen enthalten – vorausgesetzt, sie werden korrekt ausgeführt.
Ergänzend kann Waffen- und Gerätetraining die Körperkraft weiter ausbilden und den Bewegungen mehr Ausdruck und Durchdringung verleihen. Ziel ist es, jede Bewegung mit einer klaren, verbundenen und bei Bedarf auch explosiven Kraft ausführen zu können.
Der Übergang zur Anwendung erfolgt im Partnertraining, insbesondere im Tui Shou (Schiebende Hände, Push Hands). Hier werden grundlegende Prinzipien wie Gleichgewicht, Timing, Kontakt und Kraftübertragung geschult. Gleichzeitig enthält dieses Training auch viele ringende und schlagende Elemente, die die praktische Anwendbarkeit der Techniken entwickeln.
Darüber hinaus können spezifische Übungen zu Schlagkraft, Schrittarbeit und Distanz das Kampftraining weiter vertiefen. Entscheidend ist dabei eine sinnvolle Verbindung von Formtraining, Partnerübungen und freieren Anwendungsformen.
Wir verfolgen ein strukturiertes Trainingskonzept, das die methodischen Grundlagen des Taijiquan mit praktischer Anwendbarkeit verbindet und Schritt für Schritt vom Einzeltraining zum Partnertraining und weiter zum freien Üben führt.
Chen Yu zeigt einige Anwendungsbeispiele:

























